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Uhrengehäuse der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, 1918

Dieser kleine Triumphbogen führt uns mitten hinein in die Wechselbäder der letzten 100 Jahre preußischer Geschichte. Es handelt sich um ein Uhrengehäuse aus dem Arbeitszimmer Wilhelms I. auf Schloss Babelsberg. Einst trug es auch dessen Büste. Sicher ein Geschenk aus Anlass des Sieges bei Königgrätz. 1866 hatte Moltke dort die Österreicher geschlagen. Nur 50 Jahre später brachte die Novemberrevolution 1918 das Ende des preußischen Königtums. Wilhelm II., der letzte Hohenzoller auf dem Thron, packte seine Sachen. In 59 Güterwagen wurde der Familienbesitz nach Haus Doorn bei Utrecht geschafft und ist dort noch heute zu sehen. Unser Uhrengehäuse blieb in Babelsberg zurück. 1945 wurde auch das Schloss geplündert. Die Sowjetarmee nahm große Teile der Ausstattung als Kriegsbeute mit in die Heimat. Von dort kam der Triumphbogen 1958 zurück, jedoch ohne seine Uhr und all seinen Schmuck. Wie ein Sinnbild der Vergänglichkeit militärischen Ruhms.