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Patentwaschmaschine Firma Max Schmidt aus dem Heimatmuseum Teltow, 1937

Das war ein Leben, das sich gewaschen hat. Bis 1937 hat man mich und meinesgleichen in Saalfeld gebaut. Schon nicht mehr ganz die Jüngste, kam ich 1962 in Teltow noch einmal zu Ehren. Meine neuen Besitzer, die  Preimes, hatten so nach und nach vier Kinder. Da wurde ich jede Woche gebraucht. Weil ich fest angefasst werden wollte, war Papa Jürgen für mich zuständig. Weil beide Eltern berufstätig waren, war sonntags Waschtag. Zuerst wurde die am Sonnabend eingeweichte Wäsche morgens früh im Waschzuber gekocht. Dann packte man mir die Wäsche paketweise zwischen die Rührhölzer und füllte meinen Bottich mit heißer Lauge auf. Gut gefrühstückt hat Vater Preime die Wäsche dann mindestens 10 Minuten lang mit dem Schwengel hin und her bewegt. Wenn der Waschtag zu Ende war, hat er mir immer eine Pfütze Wasser im Trog gelassen, damit ich nicht austrockne und undicht werde. So konnte ich mich bis ins Jahr 1980 hinein nützlich machen. Dann wurde ich von einer elektrischen Maschine abgelöst. 1995 landete ich dann beim Heimatverein in Teltow. Dort haben sie mich wieder aufgemöbelt. Und weil ich wieder so gut aussah, entdeckte mich im Jahre 2004 eine Requisiteurin von der ARD für den Gutshausfilm „Abenteuer 1900“. Da habe ich auf meine alten Tage noch mal so getan als ob.