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Provenienzforschung in Brandenburg

Die Bundesrepublik Deutschland ist 1998 der Washingtoner Erklärung beigetreten und bemüht sich um Aufklärung der Herkunft von Kulturgut, das seinen Eigentümern im Nationaloszialismus widerrechtlich entwendet wurde. So besteht die Chance einer späten Wiedergutmachung durch Restitution: Dabei geht es um jüdischen Besitz, den von Verfolgten oder Gegnern des NS-Regimes. Indizien können eine auffällige Herkunft (Polizeidienststelle, Landratsamt, Gestapo, Finanzbehörde, im Nationalsozialismus exponierte Privatperson oder NS-Parteiorgane), Hinweise auf Aktionen und den Kunsthandel, insbesondere zwischen 1938 und 1944, Namenszusätze wie Sara oder Israel bei Einlieferern; auffällige Klebezettel und Beschriftungenauf den Rückseiten, das dargestellte Motiv eines Kunstwerkes oder Hinweis auf die Auflösung eines Vereins zwischen 1933 und 1945 sein.

Der Museumsverband des Landes Brandenburg ruft alle Museen des Landes Brandenburg dazu auf, die Herkunft (lat. Provenienz) ihrer Sammlungsobjekte genauer in den Blick zu nehmen. Interessierten senden wir gern die Museumsblätter mit dem Themenschwerpunkt Provenienzforschung zu, bzw. finden Sie die einzelnen Artikel hier veröffentlicht.
Wir beraten als Geschäftsstelle über dem Check zur Provenienzforschung und vermitteln an die Arbeitsstelle für Provenienzforschung.