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Strategiepapier 2015

Strategiepapier zur Digitalisierung von Museumsgut im Land Brandenburg (Februar 2015)

Der Museumsverband Brandenburg initiiert seit 2012 Projekte zur Digitalisierung und Online-Publikation von Museumsgut. Der Verband verfolgt damit folgende Ziele:

1. Die Vielfalt der Museums- und Sammlungsbestände brandenburgischer Museen einer breiten Öffentlichkeit digital zugänglich zu machen und zu Recherchezwecken zur Verfügung zu stellen.

2. Neue Nutzer- und Besucherkreise auf die Arbeit der Museen und ihre vielfältigen Sammlungsbestände aufmerksam zu machen und für die Arbeit der Museen zu interessieren

3. Synergien zwischen den Museen zu generieren und einen Informationsaustausch anzuregen.

4. Im Zuge der Vorbereitung und Durchführung der Digitalisierung Museumsgut zu sichten, zu sichern, zu inventarisieren, und ggfl. fachgerecht zu konservieren, zu restaurieren, neu zu verpacken und aufzubewahren

5. Mitarbeiter in den Museen für die Digitalisierung zu sensibilisieren und zu qualifizieren.

Die Digitalisierung und digitale Präsentation von Museumsgut stellt für die Museen eine neue Aufgabe dar. Sie ist notwendig, um die Präsenz von Kulturgut in der öffentlichen Wahrnehmung auch in Zukunft zu garantieren und den Bildungsauftrag der Museen auch in den neuen Medien wahrzunehmen. Als neue Aufgabe ist sie derzeit nur durch zusätzliche Fördermaßnahmen realisierbar. Der Verband stellt hierzu Förderanträge bei den zuständigen Stellen des Landes Brandenburg für kooperative Verbundprojekte und regt Museen mit größeren relevanten Einzelbeständen dazu an, selbst Anträge zu stellen. Grundlage für die Auswahl von Beständen sind die vorliegenden Sammlungskonzeptionen der Museen. Zukünftig werden bei der Auswahl von Museen und Sammlungsgut zwei Strategien verfolgt. Zum einen werden auf Basis der Sammlungsbewertungen museumsübergreifende Sammlungsgruppen berücksichtigt. Zum anderen werden zu einzelnen Themen vorhandene Objekte museumsübergreifend ausgewählt und in Themenportalen zusammengefasst . Beide Strategien wurden bereits erfolgreich erprobt (Projekt „Glasplattennegative“, Projekt „Über die Grenze“). Die inhaltlichen Festlegungen fußen auf der 2009 vom Verband vorgelegten Museumsentwicklungskonzeption für das Land Brandenburg. Bei der Veröffentlichung vollständiger Sammlungsbestände einzelner Museen unterstützt der Verband die Museen bei der Antragstellung und der Durchführung.

Der Museumsverband präferiert die Plattform „museum-digital“ als digitale Veröffentlichungsplattform. Die Plattform ist kostenfrei nutzbar, gewährleistet eine einfache und unmittelbare Eingabe und Korrektur der Daten, wird bundesweit stark von Museen genutzt und von Nutzern frequentiert und kann bei Bedarf in Zukunft für eine mögliche Weiterleitung von Daten an z.B. die Deutsche Digitale Bibliothek und die Europeana genutzt werden. Die Plattform erlaubt zudem die Einbindung einzelner dort veröffentlichter Sammlungen in die eigene Internetpräsentation.

Der Verband versteht sich als Projektinitiator und als unterstützende Schnittstelle zwischen den Institutionen des Landes und den einzelnen Museen. Er veranstaltet Weiterbildungen zu relevanten Themen wie: digitale Inventarisierung, Objektfotografie, Recht im Internet, Einführungen in die Handhabung von Museumsportalen, Datenpflege in museum-digital etc.

Die Strategie des Verbandes berücksichtigt das Strategiepapier zur Digitalisierung von Kulturgut im Land Brandenburg (Strategiepapier MWFK vom 1.10.2009) sowie dem vom Arbeitskreis Brandenburg.digital abgefassten Papier zur digitalen Präsentation von Kulturgut (Februar 2014). Um eine Einbindung in die Bestrebungen des Landes Brandenburg zur Digitalisierung von Kulturgut zu gewährleisten engagiert sich der Verband in der landesweiten und spartenübergreifenden Initiative des Arbeitskreises Brandenburg.digital (AKBD), kooperiert mit einzelnen im AKBD vertretenen Institutionen sowie mit der Koordinierungsstelle Brandenburg-digital.

 

 

das Strategiepapier als pdf-Datei zum herunterladen.