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Oderlandmuseum Bad Freienwalde

Das Oderlandmuseum Bad Freienwalde ist eines der ältesten Museen Brandenburgs (gegründet 1889 als Kreismuseum des Landkreises Oberbarnim). Es hat in dem 1774 in spätbarocken Formen erbauten und 2008 restaurierten adligen Freihaus am Marktplatz sein Domizil.

Seit 120 Jahren wird im Oderlandmuseum gesammelt, geforscht, bewahrt und ausgestellt, was unsere Heimat an geschichtlichen Überlieferungen zu bieten hat. Im Laufe der Jahre sind wertvolle Sammlungen entstanden, die immerhin etwa 30 000 Einzelobjekte umfassen. Von denen dienen die meisten der regionalgeschichtlichen Forschung. Sie sind gegenständliche, bildliche und schriftliche Zeugen unserer Geschichte und helfen dabei, ein Bild vom Lebensalltag der Menschen im Oderland zu zeichnen, das sich ständig wandelte und sich weiter wandeln wird.

Im Oderlandmuseum werden Sammlungen zur Ur- und Frühgeschichte des Oderlandes, zur Kultur und Lebensweise der Menschen seit dem 18. Jahrhundert sowie zur Stadtgeschichte von Bad Freienwalde, der ältesten Kur- und Badestadt der Mark Brandenburg, aufbewahrt. Außerdem gibt es eine Sammlung politischer Dokumente der letzten 150 Jahre, die fast vollständige Regionalpresse seit 1849, ein umfangreiches Bildarchiv und eine wissenschaftliche Präsenzbibliothek.   

In den Ausstellungen des Museums kann immer nur ein kleiner Teil dieses Sammlungsschatzes gezeigt werden. Im April 2006 wurde unter großer öffentlicher Anteilnahme eine neue ständige Ausstellung eröffnet. Sie bietet den Besuchern zum einen eine kurze Einführung in die Kulturgeschichte des Oderbruchs, gedacht als Vorbereitung für Ausflüge in diese friderizianische Kulturlandschaft.

Die slawischstämmigen Bewohner des einst gewässer- und fischreichen Oderbruchs ernährten sich einst ausschließlich von der Fischerei und lebten in einigen Altsiedlungen inmitten der unwegsamen, von Überschwemmungen heimgesuchten Gewässerlandschaft. Auf Befehl Friedrichs des Großen wurde diese fruchtbare Landschaft trockengelegt und ab 1753 neu besiedelt. Aus dem unwegsamen Bruch wurde eine der bedeutendsten Agrarlandschaften Deutschlands, besiedelt von Kolonisten aus Süddeutschland, Österreich, der Schweiz und anderen außerpreußischen deutschen Landen.

Zum anderen wird das Leitbild der Kur- und Badestadt Bad Freienwalde bedient, das in Kurzform lautet: „Historische Kurstadt mit gesundheitstouristischen Angeboten“. Ausführlich wird im Hauptteil der ständigen Ausstellung deshalb die Geschichte der Stadt Freienwalde und ihre Entwicklung zur Kur- und Badestadt vorgestellt. Diese Geschichte ist eines der Alleinstellungsmerkmale von Bad Freienwalde. Sie begann 1684 mit der Gründung des Freienwalder Gesundbrunnens durch Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Anschließend blühte die Stadt auf und es entstanden im 18. und 19. Jahrhundert viele charakteristische Gebäude, die bis heute das Erscheinungsbild der Stadt prägen.

Das Oderlandmuseum kooperiert mit der Bad Freienwalde Tourismus GmbH, deren Informationsbüro sich im Hause befindet, sowie mit der bürgerlich-rechtlichen Albert Heyde Stiftung. Gemäß ihrer Zweckbestimmung fördert diese Stiftung das bürgerschaftliche Engagement zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des Oderlandmuseums und seiner Sammlungen als Identität stiftende Institution in Bad Freienwalde.

Adresse

Oderlandmuseum
Bad Freienwalde
Uchtenhagenstraße 2
16259 Bad Freienwalde

Fon: (03344) 20 56
Fax: (03344) 3 27 24

oderlandmuseum(at)albert-heyde-stiftung.de

www.oderlandmuseum.de

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Samstag sowie Feiertage
11–17 Uhr

Führungen nach Anmeldung

Eintrittspreise

Erwachsene

2,00 €

Ermäßigt

1,00 €

Führung

20,00 €