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Archiv verschwundener Orte / Archiw zgubjonych jsow

(Foto H.Rauhut)

Mit der Umsiedlung des Dorfes Horno nach Forst (Lausitz) entstand der Gedanke, ein Informationszentrum zu errichten, das die Geschichte jener 136 Lausitzer Orte und ihrer Bewohner wissenschaftlich dokumentiert, die seit 1924 ganz oder teilweise dem Tagebau weichen mussten. In zweieinhalbjähriger Laufzeit konnte das Vorhaben realisiert werden und am 14.10.2006 eröffnete das Archiv verschwundener Orte im Hornoer Gemeindezentrum.

Mittelpunkt der Ausstellung bildet eine begehbare Landkarte als Teppich, die das gesamte Lausitzer Revier zeigt. Auf dem Teppich kann der Besucher mit einem interaktiven Infosauger alle verschwundenen Orte digital ansteuern.

Diese Datenbank hält u.a. Informationen zum Ablauf der Umsiedlung, zur Chronik der Orte, Hinweise zum sorbischen Sprachgebrauch oder aber auch Bilder mit historischen Ortsansichten bereit.

(Foto H.Rauhut)

Weitere Multimediastationen und Hörstationen bieten Filmclips und zahlreiche Zeitzeugenberichte zur Geschichte und Gegenwart der Umsiedlung, zur besonderen Betroffenheit der sorbischen Minderheit durch den Bergbau und zum langjährigen Kampf um das Dorf Horno.

Das Archiv verschwundener Orte macht damit auf die Ambivalenz des
Bergbaus für die Region aufmerksam, der einerseits Arbeitsplätze und industriellen Fortschritt brachte, andererseits aber auch Kulturlandschaften zerstörte und für mehrere zehntausend Menschen den Verlust von Heimat bedeutete.

Adresse

Archiv verschwundener Orte
Horno / Rogow
An der Dorfaue 9
03149 Forst/Lausitz

Fon: (035 62) 69 48 36
Fax: (035 62) 69 74 85

archiv(at)verschwundene-orte.de

www.verschwundene-orte.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag
10–17 Uhr

jeden 1. und 3. Sonntag im Monat 14 - 17 Uhr, Feiertags geschlossen. Besuche sind nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten
möglich.

Eintrittspreise

Erwachsene

2,00 Euro

Ermäßigt

1,50 Euro

 

Gruppen
ab 10 Personen

1,50 Euro
pro Person

 

Schülergruppen

0,50 Euro
pro Person